Das A & O der Sanitärreinigung

Sanitärräume und -anlagen in Büros, Restaurants, Schulen, Schwimmbädern, Saunen oder allen anderen erdenklichen öffentlichen Verwaltungen sind überaus hoch frequentierte Bereiche, bei denen auf eine besonders gründliche Reinigung geachtet werden sollte.

Da sie in kürzester Zeit von sehr vielen Menschen aufgesucht werden, ist eine professionelle Reinigung der Sanitärbereiche unausweichlich – betont werden muss an dieser Stelle nicht, dass saubere Sanitäranlagen zu einem höheren Wohlbefinden führen! Kalk, Kalkseife, Hautfette, Rost, Urinstein und nicht zuletzt gesundheitsgefährdende Keime sammeln sich gern auf Armaturen, Waschbecken, Duschen, Umkleideräumen, Vorhänge oder Seifenspendern und – hier ist besondere Rücksicht auf die Hygiene zu nehmen – auch im sensibelsten Bereich der Toilette. Falsche bis gar keine Reinigung der Toilettenbereiche kann gefährlich werden und sollte daher in höchstem Grade ernst genommen werden.

Säurehaltige Reinigungsmittel rücken diesen ganzen Verschmutzungen zu Leibe. Ein effektives Ergebnis mit Werthaltigkeit in der Reinigung hängt jedoch von der richtigen und sorgsamen Anwendung der Produkte, von der Reinigungsfrequenz, den Materialien und dem Grad der Verschmutzung ab.

Darauf müssen Sie bei der Sanitärreinigung achten

Im Vorfeld gilt es diesen Grundsatz zu beachten: Effizienz, Ökologie und Anwendungssicherheit müssen ein ausgewogenes Verhältnis ergeben und natürlich müssen die verwendeten Reinigungsprodukte bzw. Reinigungschemikalien zur Art der Verschmutzung passen. Hierbei wird zwischen mineralischen, organischen oder biologischen Verschmutzungen unterschieden.

Des Weiteren muss die Unterschiedlichkeit in der Beschaffenheit der sanitären Oberflächen beachtet werden. Hier trifft man auf Sicherheitsfliesen im Fußbodenbereich, Plastikbeläge an der Toilette und Glasoberflächen an den Spiegeln. Zudem häufen sich besonders in den sanitären Anlagen gerade diejenigen Stellen mit Schmutzablagerungen, die sehr schwer zu erreichen sind. Spender und Verbrauchsmaterialien müssen entsprechend aufgestockt und die jeweils zu benötigten Produkte zum Einsatzort transportiert werden.

Auch die passenden Utensilien bei der Reinigung des gesamten Sanitärbereiches müssen auf die entsprechenden Anwendungsbereiche hin geprüft werden.

Um keine Keime vom WC im Bad zu verteilen, werden das WC, das Urinal und auch die Fliesen im dies betreffenden umgebenen Bereich mit einem eigenen Tuch (rote Farbe) und der restliche Sanitärbereich mit einem gelben Tuch und/oder Reinigungsschwamm geputzt.

Es sei an dieser Stelle aber der Hinweis gegeben, dass es weitaus hygienischer ist, das Tuch nach jedem WC zu wechseln, da so keine Keime von einer Toilette auf die andere übertragen werden. Insgesamt gilt für die Reinigung des Sanitärbereiches: von oben nach unten reinigen.

Reinigung des Waschbeckens, der Badewanne und/oder der Duschtasse

Bei der Reinigung des Waschbeckens achten Sie darauf, dass Sie zunächst bei den weniger verschmutzten Bereichen mit den Reinigungsarbeiten beginnen. Reinigen Sie zunächst die Außenseiten, dann die Innenseite und die Armatur. Für diese Arbeiten können entweder ein Allzweckreiniger (SK 900 Allzweckreiniger), ein Neutralreiniger (AR 109 Neutralreiniger) oder Alkoholreiniger (SK 901 Alkoholreiniger) und ein Tuch oder ein einfacher Gebäudereiniger-Schwamm verwendet werden.

Durch eine regelmäßige Reinigung lassen sich in den meisten Fällen Kalkablagerungen von vorne herein verhindern. Sind die Kalkablagerungen aber erst einmal da und dann auch noch stark, muss ein saurer Reiniger eingesetzt werden (SK 903 Sanitärreiniger sauer; SU 201 Megacid; SU 202 Essig-Reiniger; SU 205 Sanitärreiniger Resan Plus). Nach dessen Verwendung sollten die Armaturen mit klarem Wasser abgespült werden. Zum Schluss werden Waschbecken und Armaturen mit einem Tuch, das keine Flusen auf den Oberflächen hinterlässt (z. B. mit einem Tuch aus Mikrofasern) nachgetrocknet. An dieser Stelle sei aber darauf hingewiesen, dass bei Waschbecken mit einer Schmutz abweisenden Oberflächen (man nennt es auch den Lotuseffekt) diese nicht mit scheuernden oder aggressiven Reinigungsmitteln behandelt werden dürfen.

Richtige und effektive Reinigung des WC´s

Zunächst einmal sollte die Innenseite des WC´s gereinigt werden: hierzu nehmen Sie eine Toiletten-Bürste nebst WC-Reiniger (beispielsweise SG 251 WC-Clean; bei diesem Reiniger handelt es sich um einen flüssigen Sanitärreiniger –> diese sind in der Regel den Granulat förmigen Sanitärreinigern vorzuziehen, denn Granulat förmige Reiniger enthalten vermehrt Carbonat, einen Inhaltsstoff, der mit Wasser reagiert und dabei kräftig sprudelt. Weil dieser Sprudeleffekt aber keinen tatsächliche Reinigungswirkung zu verzeichnen hat, kann hierbei ganz darauf verzichtet werden), mit der Sie die Innenseite gründlich abbürsten. Danach sollte mit Wasser noch einmal nachgespült werden.

Anschließend wird nun von den weniger verschmutzten zu den verschmutzteren Bereichen vorgearbeitet. Sie beginnen mit dem WC-Toilettenpapierspender/-halter, reinigen dann den Spülkasten, von da aus arbeiten Sie sich zum Deckel des WC´s vor (hierbei darauf achten, dass Sie von Außen nach Innen reinigen), hiernach dann der WC-Sitz (wieder nach dem Prinzip von Außen nach Innen und von oben nach unten hin gehend) und zum Schluss reinigen Sie den Halter für die Toilettenbürste.

Damit flüssige Sanitärreiniger vollends ihre Wirkkraft entfalten können, sollten Sie diese einige Minuten einziehen lassen. Aus diesem Grunde ist es eigentlich unablässig, den jeweiligen Sanitärreiniger, mit welchem Sie ihre Toiletten säubern wollen, zu Beginn der WC-Reinigungsarbeiten in die Toilette zu geben.

ACHTUNG (!) :

WC-Reiniger können Säuren wie beispielsweise Zitronen- oder Salzsäure enthalten. Beachten Sie aus diesem Grunde bitte unbedingt die Gefahrensymbole sowie natürlich auch die Warnhinweise auf der Verpackung.

Das sollten Sie bei der Reinigung von Armaturen unbedingt beachten

Armaturen in Sanitäranlagen können bisweilen aus sehr verschiedenen Materialien gefertigt sein – häufig sind Chrom-Nickel-Oberflächen anzutreffen.

Grundsätzlich gilt, dass nicht metallische Oberflächen insgesamt sehr empfindlich gegenüber Reinigungschemikalien sind, die einen abrasiven (= abkratzenden)  Charakter in ihrer chemischen Zusammensetzung aufweisen.

ACHTUNG (!) :

Niemals Armaturen mit Scheuermilch oder/und Scheuerpulver reinigen! Außerdem dürfen Sie keine Reinigungsmittel- bzw. Reinigungschemikalien verwenden, die Salzsäure, Ameisensäure oder Essigsäure enthalten, da diese erheblichen Schaden an den Armaturen verursachen können. Auch bei den Chlorreinigern verhält es sich ähnlich: sie sollten daher auch nicht für die Reinigung von Armaturen benutzt werden.

Verwenden Sie bei der Reinigung der Armaturen einen Sprühreiniger (SP 500 Mega Badreiniger), so sollten Sie das Mittel nicht direkt auf die zu behandelnde Armatur, sondern auf ein Tuch sprühen, mit welchem Sie dann die Armatur reinigen (TIPP: für die Ecken an den Armaturen eignen sich besonders Zahnbürsten. Mit diesen einfach an den Ecken lang gehen: so sorgen Sie auch an den schwierig zu erreichenden Stellen für Sauberkeit und Hygiene). Durch wiederholtes und regelmäßiges Reinigen der Armaturen können Kalkablagerungen verhindert werden.